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Geld in Ostafrika: Bargeld, Karte und Mobile Money

US-Dollar-Scheine älter als Baujahr 2009 werden vielerorts abgelehnt. Euro nützen fast nichts. Und die wichtigste Zahlungsart des Kontinents funktioniert nicht mit Ihrer Karte.

6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Nehmen Sie US-Dollar in kleinen, neuen Scheinen für Visa, Trinkgeld und Genehmigungen mit, heben Sie Landeswährung am Automaten ab, und rechnen Sie nicht damit, dass Ihre Karte außerhalb von Hotels und Lodges akzeptiert wird. Euro sind fast nirgends direkt verwendbar.

Die Sache mit den Dollarscheinen

Das überrascht die meisten: US-Dollar-Noten mit Prägejahr vor 2009 werden in Tansania und Kenia häufig abgelehnt — von Banken, Wechselstuben und Parkschaltern. Grund sind ältere Fälschungsserien. Ein Schein, den Ihre Bank in Deutschland anstandslos ausgibt, kann am Flughafen Kilimandscharo wertlos sein.

Was Sie brauchen:

  • Baujahr 2009 oder neuer, besser 2013 oder neuer
  • Sauber und ohne Risse. Eingerissene Scheine werden abgelehnt.
  • Kleine Stückelung. 1er, 5er, 10er und 20er für Trinkgeld. Große Scheine bekommen oft einen besseren Kurs, taugen aber nicht zum Trinkgeld.

Euro helfen kaum. Manche Wechselstuben in Arusha und Nairobi nehmen sie zu schlechtem Kurs. Visa und Genehmigungen sind in US-Dollar ausgewiesen.

Karten

Am Automaten funktioniert es. Visa breit, Mastercard etwas seltener. Sie bekommen Tansania-Schilling oder Kenia-Schilling, nicht Dollar. Rechnen Sie mit einer Automatengebühr vor Ort plus dem Auslandsentgelt Ihrer Bank; Karten ohne Fremdwährungsgebühr sparen hier spürbar.

Im Handel meistens nicht. Lodges, gehobene Restaurants und Reiseveranstalter nehmen Karten, oft mit 3 bis 5 Prozent Aufschlag. Kleine Restaurants, Märkte, Taxis und Kunsthandwerk: Bargeld.

Sagen Sie Ihrer Bank vorher Bescheid. Eine gesperrte Karte am zweiten Tag ist ein vermeidbares Problem.

Mobile Money — was Sie sehen, aber nicht nutzen können

M-Pesa in Kenia, Tigo Pesa und M-Pesa in Tansania, MTN Mobile Money in Uganda sind die dominierende Zahlungsart der Region. Fast jeder Betrieb nimmt sie, viele bevorzugen sie gegenüber Bargeld.

Für Sie sind sie praktisch unerreichbar: Sie brauchen eine lokale SIM und meist eine Registrierung mit Ausweisdokument. Für zwei Wochen lohnt das selten. Erwähnenswert ist es, weil Sie überall „Lipa na M-Pesa" lesen werden und wissen sollten, dass das nicht für Sie gilt.

Wie viel Bargeld

Für eine zehntägige Safari zu zweit, all-inclusive gebucht:

PostenBetrag
Trinkgeld Fahrer-Guide150 – 250 US$
Trinkgeld Camp-Personal160 – 240 US$
Getränke, Souvenirs, Extras200 – 400 US$
Visa (2 Personen)100 US$
Reserve100 US$

Also rund 700 bis 1.100 US$ in bar, überwiegend in kleinen Scheinen. In den Camps gibt es keine Automaten, und die letzte verlässliche Abhebemöglichkeit liegt oft in Arusha oder Nairobi.

Praktische Hinweise

  • Wechseln Sie am Flughafen nur wenig — genug für den ersten Tag. Die Kurse in der Stadt sind besser.
  • Behalten Sie den Wechselbeleg. Für den Rücktausch verlangt manche Bank ihn.
  • Landeswährung lässt sich außerhalb kaum wechseln. Geben Sie sie vor der Abreise aus.
  • Zwei Karten, getrennt aufbewahrt. Eine gesperrte oder geschluckte Karte ist unterwegs schwer zu ersetzen.
  • Nicht auf der Straße wechseln. Der bessere Kurs ist der Köder.

Kurse und Gebühren ändern sich laufend. Die Regeln zu Scheinalter und Stückelung sind seit Jahren stabil und werden konsequent angewandt.

Fotos

Reiseführer

Was kostet eine Tansania-Safari im Jahr 2026?

Rechnen Sie bei einer Mittelklasse-Safari mit rund 250–450 US$ pro Person und Tag. Davon sind 100–170 US$ staatliche Gebühren, die niemand rabattieren kann. Hier steht, wohin der Rest fließt.

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