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Die beste Reisezeit für die Serengeti: Monat für Monat

Es gibt keinen schlechten Monat — die Herden sind immer irgendwo. Was sich ändert, ist das Wo. Und das sollte entscheiden, welches Camp Sie buchen, nicht ob Sie fahren.

8 Min. Lesezeit

Kurze Antwort: Die Serengeti lohnt sich das ganze Jahr über. Januar bis März bringt Sie in die südlichen Kalbungsgebiete mit der höchsten Raubtieraktivität. Juli bis September an die Flussübergänge des Mara im Norden. April, Mai und November sind nass, günstig und ruhig.

Die Große Tierwanderung ist ein fortlaufender Kreislauf, kein Ereignis mit Datum. Rund zwei Millionen Gnus, Zebras und Gazellen ziehen das ganze Jahr über im Uhrzeigersinn durch das Ökosystem. Sie sind immer irgendwo. Die Frage ist nur, in welchem Teil eines 30.000 km² großen Parks Sie sein müssen.

Deshalb ist die Wahl des Camps wichtiger als die Wahl des Monats.

Monat für Monat

Januar–Februar — Kalbungszeit, südliche Ebenen

In einem Zeitfenster von etwa drei Wochen werden auf den Kurzgrasebenen bei Ndutu rund 400.000 Kälber geboren. Entsprechend konzentrieren sich die Raubtiere. Wenn Sie Jagd sehen wollen statt Grasen, ist dies die beste Zeit des Jahres — und deutlich günstiger als die Hochsaison von Juli bis September.

März — die Herden setzen sich in Bewegung

Die Kalbungszeit läuft aus, die Herden ziehen langsam nach Nordwesten. Der Regen nimmt im Lauf des Monats zu. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, und die Ebenen sind grün.

April–Mai — die große Regenzeit

Die nasseste Zeit. Manche Camps schließen. Die Pisten werden schwierig, und das Gras wächst hoch genug, um einen Löwen auf zwanzig Metern zu verbergen. Die Preise sind auf dem Jahrestiefstand, und Sie haben Sichtungen womöglich ganz für sich allein. Eine vernünftige Wahl, wenn Sie sparen müssen und nicht zum ersten Mal auf Safari sind; eine schlechte, wenn dies die Reise Ihres Lebens ist.

Juni — Brunft, Westlicher Korridor

Der Regen hört auf. Die Herden sammeln sich im Westlichen Korridor, und die Paarungszeit sorgt für viel Lärm und Bewegung. Die ersten Übergänge über den Grumeti finden statt. Die Preise beginnen zu steigen.

Juli–September — Mara-Flussübergänge, nördliche Serengeti

Die Bilder, die jeder kennt. Die Herden stauen sich am Ufer, zögern und stürzen sich dann ins Krokodilwasser. Es ist wirklich dramatisch — und völlig unvorhersehbar. Ein Übergang kann zweimal an einem Morgen stattfinden oder drei Tage lang gar nicht.

Das ist Hochsaison. Rechnen Sie mit den höchsten Preisen des Jahres, mit sechs bis zwölf Monate im Voraus ausgebuchten Camps und mit einer Fahrzeugschlange an den beliebten Übergangsstellen.

Oktober–November — der Rückweg nach Süden

Die Herden ziehen durch die östliche Serengeti wieder nach Süden. Im November setzt die kleine Regenzeit ein und färbt die Ebenen grün. Die Zahl der Fahrzeuge sinkt deutlich. Unterschätzte Monate.

Dezember — wieder die südlichen Ebenen

Die Herden sind zurück auf den Kurzgrasebenen, die Kalbungszeit steht bevor. Weihnachten und Neujahr haben einen Preisaufschlag, aber der frühe Dezember ist ruhig.

Wählen Sie das Camp, nicht nur den Monat

Der häufigste Planungsfehler ist, eine feste Lodge in der zentralen Serengeti zu buchen und im August die Wanderung sehen zu wollen. Seronera ist ganzjährig gut erreichbar und hat hervorragenden Standwildbestand — liegt aber vier Fahrstunden von den nördlichen Flussübergängen entfernt.

Zwei Lösungen:

  1. Mobile Zeltcamps ziehen zwei- bis dreimal im Jahr um und folgen den Herden. Wenn die Wanderung Ihr Hauptziel ist, ist das die Antwort.
  2. Region und Monat aufeinander abstimmen — Ndutu und die südlichen Ebenen von Januar bis März, der Westliche Korridor im Juni, die nördliche Serengeti von Juli bis Oktober.

Fragen Sie jeden Veranstalter direkt: „Wo genau übernachten wir, und wie weit ist das von dort entfernt, wo die Herden in dieser Woche erwartet werden?" Ein guter Veranstalter antwortet sofort.

Wenn es Ihnen nur um Großkatzen geht

Ziehen Sie den Februar im Süden dem August im Norden vor. Die Raubtierdichte während der Kalbungszeit ist außergewöhnlich, das kurze Gras erleichtert das Aufspüren, und Sie zahlen spürbar weniger. Flussübergänge sind spektakulär, aber sie sind ein einzelnes Ereignis in einer Reise — und Sie erleben womöglich keinen.

Und der Rest des Parks?

Das Standwild wandert nicht. Löwen, Leoparden, Elefanten, Giraffen und Flusspferde sind ganzjährig im Seronera-Tal. Auch eine Serengeti-Reise im April zeigt Ihnen sehr viel — nur das Schauspiel der Wanderung folgt einem Kalender.

Der Zeitpunkt der Wanderung schwankt von Jahr zu Jahr mit den Niederschlägen. Jeder hier genannte Monat ist ein Muster, kein Fahrplan.

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