
Flüge nach Ostafrika ab Deutschland, Österreich und der Schweiz
Es gibt keinen Direktflug von Frankfurt in die Serengeti. Welcher Umsteigeflughafen, welcher Zielflughafen und welche Ankunftszeit — das entscheidet, ob Sie einen Safaritag verlieren.
Kurz gesagt: Direktflüge von Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Ostafrika gibt es praktisch nicht. Sie steigen um — in Addis Abeba, Doha, Istanbul, Dubai oder Amsterdam — und landen nach neun bis vierzehn Stunden Gesamtreisezeit. Welchen Zielflughafen Sie wählen, ist wichtiger als die Airline.
Der richtige Zielflughafen
Ostafrika hat vier relevante Eingangstore, und der falsche kostet einen ganzen Tag Fahrt:
| Flughafen | Code | Erreicht |
|---|---|---|
| Kilimanjaro International | JRO | Serengeti, Ngorongoro, Tarangire, Kilimandscharo |
| Nairobi Jomo Kenyatta | NBO | Masai Mara, Amboseli, Tsavo, Samburu |
| Entebbe | EBB | Bwindi, Queen Elizabeth, Kibale, Murchison Falls |
| Kigali | KGL | Vulkan-Nationalpark, Nyungwe, Akagera |
Kilimanjaro (JRO), nicht Dar es Salaam, ist der Flughafen für die klassische Nordroute Tansanias. Dar liegt am Meer, rund zehn Stunden Fahrt von Arusha entfernt, und ist der richtige Flughafen für Sansibar und die südlichen Parks — sonst nicht.
Kigali ist der bequemste Gorilla-Flughafen. Bis zum Vulkan-Nationalpark sind es zwei bis drei Stunden auf guter Straße. Nach Bwindi in Uganda sind es ab Entebbe acht bis neun Stunden Fahrt oder ein Inlandsflug.
Die Umsteigeverbindungen
Über Addis Abeba (Ethiopian Airlines). Das dichteste Netz innerhalb Afrikas und meist die kürzeste Gesamtreisezeit nach JRO, EBB und KGL. Ab Frankfurt, Wien und Zürich. Der Umstieg in Addis ist funktional, nicht angenehm.
Über Doha, Dubai oder Istanbul (Qatar, Emirates, Turkish). Komfortabler, oft günstiger, meist mit Nachtflug und Ankunft am Vormittag. Dafür längere Gesamtreisezeit. Turkish fliegt ab den meisten deutschen Regionalflughäfen, was den innerdeutschen Zubringer spart.
Über Amsterdam (KLM). Gute Verbindungen nach Nairobi und Kilimanjaro, ab Düsseldorf, Hamburg, München und Bremen bequem erreichbar.
Über Brüssel (Brussels Airlines). Historisch stark nach Entebbe und Kigali.
Warum die Ankunftszeit zählt
Safari-Fahrten beginnen früh. Eine Landung um 21 Uhr in Kilimanjaro bedeutet: Nacht im Transferhotel bei Arusha, erster Pirschtag am nächsten Morgen. Eine Landung um 8 Uhr kann bedeuten, dass Sie am selben Nachmittag im Tarangire sitzen.
Bei einer Reise von acht Tagen ist das ein Achtel der Reise. Rechnen Sie den Unterschied gegen den Preisunterschied — häufig gewinnt der teurere Flug.
Für Gorilla-Trekking gilt das doppelt: Die Genehmigung ist auf einen festen Tag ausgestellt und verfällt, wenn Sie nicht da sind. Planen Sie mindestens einen Puffertag zwischen Ankunft und Trekkingtag ein.
Gepäck
- Buschflieger begrenzen streng. Inlandsflüge zu den Safari-Pisten erlauben oft nur 15 kg in einer weichen Tasche. Kein Hartschalenkoffer. Das steht selten deutlich im Reiseplan, wird aber durchgesetzt.
- Plastiktüten sind in Ruanda landesweit verboten und werden am Flughafen Kigali eingezogen. Packen Sie vorher um.
- Handgepäck mit einem Tag Ausrüstung. Verlorenes Gepäck erreicht ein Safari-Camp nicht schnell.
Buchungszeitpunkt
Für die Hochsaison — Juli bis Oktober sowie Weihnachten und Neujahr — buchen Sie sechs bis neun Monate im Voraus. Das gilt weniger für den Preis als für die Verfügbarkeit: Die Zubringerflüge zu den Pisten und die Camps sind vor den Langstreckenflügen ausgebucht.
In der Nebensaison, besonders April und Mai, sind Flüge deutlich günstiger.
Routen und Airline-Angebote ändern sich saisonal. Die Zuordnung von Flughafen zu Region ist stabil; die Verbindungen prüfen Sie am besten aktuell.